Stromkosten beim Bitcoin-Mining berechnen – einfache Formel & Beispiele
Von Lukas Henning · 15. April 2026 · 6 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 05. Juni 2026
Bevor du einen Bitcoin-Miner dauerhaft laufen lässt, lohnt der Blick auf die Stromrechnung – denn der Stromverbrauch ist der mit Abstand größte laufende Kostenpunkt beim Home-Mining. Die gute Nachricht: Die Rechnung ist denkbar einfach, und für einen kleinen Bitaxe reden wir über wenige Euro im Monat.
Die Formel
Du brauchst nur zwei Werte: die Leistungsaufnahme deines Geräts in Watt und deinen Strompreis pro Kilowattstunde (kWh). Bei 24/7-Betrieb sind das rund 730 Stunden pro Monat.
Monatskosten ≈ (Watt ÷ 1000) × 730 × Strompreis pro kWh
Beispiel: Ein Bitaxe mit 15 Watt bei 30 ct/kWh → (15 ÷ 1000) × 730 × 0,30 € ≈ 3,29 € im Monat. Aufs Jahr gerechnet rund 39 €.
Beispielwerte (bei 30 ct/kWh)
- Bitaxe Gamma (~15 W): ~0,36 kWh/Tag → rund 3,30 € pro Monat.
- Nerdaxe Gamma (~15 W): praktisch identisch, rund 3,30 € pro Monat.
- NerdQaxe ++ (~80 W): ~1,9 kWh/Tag → rund 17,50 € pro Monat.
- NerdOctaxe (~200 W): ~4,8 kWh/Tag → rund 44 € pro Monat.
Liegt dein Strompreis höher oder niedriger, skalieren die Kosten linear mit: Bei 40 ct/kWh rechnest du einfach mit dem Faktor 40/30, bei 25 ct/kWh mit 25/30.
Nicht vergessen: die Abwärme
Ein Miner wandelt den verbrauchten Strom fast vollständig in Wärme um. Im Winter heizt er also mit und ersetzt ein Stück Heizleistung – diesen Anteil sparst du an anderer Stelle wieder ein. Im Sommer ist die Abwärme eher ein Nachteil, vor allem bei den größeren Geräten.
So senkst du die Stromkosten
- Eigener Solarstrom: Wer tagsüber Überschuss hat, mint quasi zum Nulltarif.
- Nacht- oder dynamische Tarife: Günstige Zeitfenster nutzen, in teuren pausieren.
- Effizienz-Tuning: Mit niedrigeren J/TH holst du dieselbe Hashrate aus weniger Watt – siehe AxeOS Tuning.
- Gute Kühlung: Kühlere ASICs laufen effizienter und stabiler.
Stromkosten ins Verhältnis setzen
Die Stromkosten allein sagen noch nichts darüber, ob sich das Mining „lohnt". Dafür musst du sie dem erwarteten Ertrag gegenüberstellen – und der ist beim Home-Mining ehrlicherweise gering. Wie du beides realistisch zusammenrechnest, zeigt Mining-Profitabilität realistisch berechnen.
Unterm Strich ist ein kleiner Bitaxe für den Preis von ein, zwei Kaffees im Monat ein günstiges Hobby. Bei größeren Geräten wie dem NerdOctaxe lohnt sich der genaue Blick auf deinen Strompreis – und der nächste logische Schritt ist unser großer Ratgeber zum Bitcoin Mining zuhause.
Geschrieben von
Lukas Henning · Mining-Redakteur & Hardware-Experte
Lukas beschäftigt sich seit Jahren mit Bitcoin-Mining und betreibt mehrere Open-Source-Miner wie Bitaxe und NerdQaxe im eigenen Zuhause. Für Open Source Miners testet er Hardware, dokumentiert Setups und übersetzt Mining-Technik in verständliche Anleitungen – praxisnah, ehrlich und ohne Hype.