Avalon Nano 3S Test 2026: Lohnt sich der 6-TH/s-Miner für Zuhause?
Von Lukas Henning · 26. August 2026 · 12 Min. Lesezeit
Der Avalon Nano 3S von Canaan ist ein Schreibtisch-Miner, der rund 6 TH/s bei etwa 140 Watt liefert und dabei leise genug bleibt, um in einem Wohnraum nicht zu stören. Er bringt sein Netzteil mit, wird per App oder Weboberfläche eingerichtet und braucht danach nur Strom und Netzwerk. Für ein Gerät von der Größe eines dicken Buches ist diese Hashrate bemerkenswert.
Dieser Avalon Nano 3S Test ordnet ein, was das praktisch bedeutet: wie viel Strom er zieht, wie laut er in welchem Modus ist, wie hoch die Blockchance beim Solo Mining ausfällt und wo er gegen offene Alternativen wie Bitaxe Gamma, Nerdaxe Gaia und NerdQaxe++ gewinnt oder verliert.
Die Kurzfassung vorweg: Der Nano 3S kauft dir viel Hashrate für vergleichsweise wenig Geld. Bezahlt wird das mit der Effizienz. Pro Terahash braucht er rund doppelt so viel Strom wie ein moderner Open-Source-Miner, und Strom ist der Posten, der jeden Monat wiederkommt.
Avalon Nano 3S auf einen Blick
| Hashrate | ~6 TH/s (High) · 4,8 TH/s (Medium) · 3,1 TH/s (Low) |
| Verbrauch | ~140 W · 104 W · 66 W je nach Modus |
| Effizienz | ~23 J/TH im High-Modus |
| Lautstärke | ~29 bis 36 dB je nach Modus (Tests messen bis 40 dB) |
| Firmware | proprietär, kein offener Quellcode |
| Netzwerk | 2,4-GHz-WLAN und LAN (RJ45) |
| Solo Mining | ja, Pool frei eintragbar (Stratum V1) |
| Netzteil | im Lieferumfang |
| Preis | tagesaktuell auf der Produktseite |
| Geeignet für | Einsteiger, die viel Hashrate ohne Bastelei wollen |
Unsere Bewertung: 8,0 / 10. Punkte gibt es für Hashrate pro Euro, Lautstärke und ein Setup, das auch ohne Vorkenntnisse in zehn Minuten steht. Abzüge gibt es für die Effizienz (23 J/TH sind gegenüber knapp 10 J/TH einer Nerdaxe Gaia ein deutlicher Rückstand) und für die geschlossene Firmware.
Avalon Nano 3S technische Daten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Canaan (Avalon) |
| Algorithmus | SHA-256 |
| Coins | Bitcoin (BTC), technisch auch BCH/BSV |
| ASIC | 12× Canaan A3197 in 4 nm, dieselbe Chipfamilie wie im großen Avalon 1566 |
| Hashrate | 6 TH/s im High-Modus (Werksangabe) |
| Leistungsaufnahme | 140 W (High), 104 W (Medium), 66 W (Low) |
| Effizienz | ~23,3 J/TH (High), ~21,7 (Medium), ~21,3 (Low) |
| Betriebsmodi | drei, im Betrieb umschaltbar |
| Lautstärke | ~29 dB (Low) bis ~36 dB (High) laut Hersteller |
| Abmessungen | ca. 20,5 × 11,5 × 5,8 cm |
| Gewicht | ca. 0,7 bis 0,86 kg (je nach Quelle und Netzteil) |
| Netzwerk | 2,4-GHz-WLAN und LAN (RJ45) |
| Pool | frei konfigurierbar, Stratum V1 |
| Firmware | proprietär (closed source) |
Wie schlägt sich der Avalon Nano 3S im Alltag?
Einrichtung. Auspacken, Netzteil anschließen, per App verbinden, WLAN und Pool eintragen. Der Ablauf ist bewusst so gebaut, dass niemand eine Firmware flashen oder eine IP suchen muss. Wer schon einmal einen Bitaxe eingerichtet hat, merkt den Unterschied sofort: weniger Möglichkeiten, dafür weniger Wege, etwas falsch zu machen.
Wärme. 140 Watt gehen vollständig als Wärme in den Raum, ungefähr so viel wie ein Gaming-Notebook unter Volllast. Im Winter ist das angenehm, in einem kleinen Zimmer im Hochsommer spürbar. Canaan vermarktet die Nano-Reihe ausdrücklich auch als kleine Heizung. Frei stehen sollte er trotzdem; ein geschlossener Schrank ist der sicherste Weg zu Drosselung und Lüfterlärm.
Dauerbetrieb. Das Gerät ist für 24/7 gebaut. In Testberichten ist vereinzelt von überhitzten USB-Steckverbindungen die Rede. Ein Massenphänomen ist das nicht, aber ein Grund, beim mitgelieferten Netzteil zu bleiben.
Wie laut ist der Avalon Nano 3S?
Leise genug für ein Wohnzimmer, zu laut für ein Schlafzimmer, in dem du empfindlich schläfst. Die Angaben gehen auseinander, und das hat einen Grund: Fast keine Quelle nennt den Messabstand.
| Quelle | Angabe |
|---|---|
| Canaan / Handelsangaben | 29 dB (Low) bis 36 dB (High) |
| Unabhängiger Test (blockdyor) | 33 bis 36 dB, Messung des Testers |
| Hashrate Index | ~33 dB (Low) bis ~40 dB (High) |
Die Spanne erklärt sich fast vollständig aus Modus, Messabstand und Grundgeräusch des Raums.
Zur Einordnung: 30 dB entsprechen einem sehr ruhigen Raum, 40 dB einer leisen Unterhaltung im Nebenzimmer.
- Schlafzimmer: im High-Modus eher nicht. Im Low-Modus für viele erträglich.
- Büro oder Wohnzimmer: unauffällig, solange er nicht direkt neben dem Kopf steht.
- Keller oder Abstellraum: völlig unproblematisch.
Ein Bitaxe Gamma ist hörbar leiser, weil sein Lüfter bei 15 bis 18 Watt wenig Wärme abführen muss. Ein NerdQaxe++ liegt mit 80 Watt dazwischen. Wer es möglichst ruhig braucht, fährt den Nano 3S im Low- oder Medium-Modus und verliert dabei Hashrate, aber kaum Effizienz.
Stromverbrauch und Stromkosten
Die Formel ist simpel: Watt ÷ 1000 × 24 × 30 × Strompreis ergibt die Kosten pro Monat. Der High-Modus zieht 140 W, also 100,8 kWh im Monat und 1.226 kWh im Jahr.
| Strompreis | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|
| 0,25 €/kWh | 25,20 € | 306,60 € |
| 0,30 €/kWh | 30,24 € | 367,92 € |
| 0,35 €/kWh | 35,28 € | 429,24 € |
| 0,40 €/kWh | 40,32 € | 490,56 € |
Die Betriebsmodi ändern daran einiges, gerechnet mit 0,30 €/kWh:
| Modus | Hashrate | Leistung | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Low | 3,1 TH/s | 66 W | 14,26 € | 173,45 € |
| Medium | 4,8 TH/s | 104 W | 22,46 € | 273,31 € |
| High | 6,0 TH/s | 140 W | 30,24 € | 367,92 € |
Bemerkenswert: Die Effizienz ist im Low-Modus mit 21,3 J/TH sogar besser als im High-Modus mit 23,3 J/TH. Du bezahlst die letzten 1,2 TH/s also überproportional. Wer auf die Stromrechnung schaut, fährt Medium: 80 Prozent der Hashrate für 74 Prozent des Verbrauchs. Mit eigenen Zahlen rechnest du im Mining-Rechner; die Methodik erklärt der Ratgeber Stromkosten beim Mining berechnen.
Effizienz: Sind 6 TH/s bei 140 Watt gut?
J/TH (Joule pro Terahash) sagt, wie viel Energie ein Miner für dieselbe Rechenleistung braucht. Kleiner ist besser. Diese eine Zahl entscheidet langfristig mehr über die Kosten als der Kaufpreis.
| Gerät | Hashrate | Leistung | J/TH | Strom / Jahr (0,30 €/kWh) |
|---|---|---|---|---|
| Avalon Nano 3S | 6,0 TH/s | 140 W | 23,3 | 367,92 € |
| Bitaxe Gamma 601 | 1,3 TH/s | ~16,5 W | 12,7 | ~43 € |
| Nerdaxe Gaia | 2,6 TH/s | 25 W | 9,6 | 65,70 € |
| NerdQaxe++ | 4,8 TH/s | 80 W | 16,7 | 210,24 € |
Die Kaufpreise ändern sich; die aktuellen stehen auf den Produktseiten.
Zwei Dinge stechen heraus. Erstens bekommst du beim Nano 3S in diesem Vergleichsfeld mit deutlichem Abstand die meiste Hashrate je Euro. Zweitens ist er zugleich der ineffizienteste: Gegenüber der Nerdaxe Gaia braucht er pro Terahash rund 2,4-mal so viel Strom.
Erst beides zusammen ergibt den Vergleich. Für annähernd gleiche Hashrate bräuchtest du zwei Gaia: 5,2 TH/s bei 50 Watt. Die kosten in der Anschaffung mehr als ein Nano 3S, verbrauchen aber Strom für 132 € statt 368 € im Jahr. Die Ersparnis von rund 236 € im Jahr holt den höheren Kaufpreis innerhalb des ersten Jahres Dauerbetrieb wieder herein; den aktuellen Preisunterschied siehst du auf den Produktseiten.
Mehr TH/s ist also nicht automatisch der bessere Miner. Für eine Stunde am Tag zählt Effizienz kaum, für 24/7 entscheidet sie alles. Alle Geräte nebeneinander findest du im Miner-Vergleich.
Avalon Nano 3S beim Solo Mining
Beim Solo Mining versuchst du, selbst einen kompletten Block zu finden, statt für einen Pool zu rechnen, der Erträge nach Anteil verteilt. Gelingt das, gehört dir die volle Belohnung von derzeit 3,125 BTC plus Gebühren. Gelingt es nicht, bekommst du nichts.
Jeder Hash ist ein eigenes Los. Die Wahrscheinlichkeit steigt linear mit der Hashrate: 6 TH/s sind rund 4,6-mal so viele Versuche wie die 1,3 TH/s eines Bitaxe Gamma, nicht mehr und nicht weniger.
Mit den Netzwerkdaten vom 26. August 2026 (Difficulty 125,807 T, Netz-Hashrate 893,6 EH/s) braucht es im Mittel 5,4 × 10²³ Hashes für einen Block. Daraus folgt für 6 TH/s:
| Zeitraum | Wahrscheinlichkeit |
|---|---|
| pro Tag | 1 zu 1.042.316 |
| pro Monat | 1 zu 34.743 |
| pro Jahr | 1 zu 2.853 |
Eigene Berechnung auf Basis der Difficulty von mempool.space, Stand 26.08.2026.
Zum Vergleich, gleiche Rechnung: Ein Bitaxe Gamma käme auf rund 13.170 Jahre, eine Nerdaxe Gaia auf 6.585, ein NerdQaxe++ auf 3.567 und ein NerdOctaxe Hydro mit 14 TH/s auf 1.223 Jahre. Eigene Zahlen kannst du im Solo-Mining-Rechner durchspielen; ob sich das lohnt, diskutiert Lohnt sich Solo Mining? und die Denkweise dahinter erklärt Lottery Miner erklärt.
Wichtig zur Einordnung: Betrachte die Stromkosten als das, was sie sind: die Kosten der Teilnahme. Bei 368 € im Jahr und einer Jahreschance von 1 zu 2.853 ist das ein Lotterielos, kein Sparplan. Wer verlässliche Erträge sucht, ist mit einem Pool besser beraten; siehe Pool-Vergleich.
Kann der Avalon Nano 3S einen ganzen Bitcoin-Block finden?
Ja, technisch kann er das. Es gibt keine Untergrenze, ab der ein Miner zu klein für einen Block wäre.
Ein gültiger Block entsteht, wenn irgendein Hash unter dem aktuellen Zielwert liegt. Ob dieser Hash von einer Farm mit 100.000 Geräten stammt oder vom Nano 3S auf deinem Schreibtisch, ist dem Netzwerk gleichgültig. Der Block wird nach denselben Regeln akzeptiert, und du bekommst die volle Belohnung.
Was die Größe ändert, ist ausschließlich die Häufigkeit der Versuche. Mit 6 TH/s liegt die Chance bei etwa 1 zu 1.042.316 pro Tag. Klein, aber nicht null, und genau darin liegt der Reiz für viele Home-Miner. Damit das funktioniert, musst du gegen einen Solo-Pool minen, der den vollen Block an dich auszahlt. Der Solo-Pool pool.opensourceminers.de ist ohne Anmeldung nutzbar.
Avalon Nano 3S vs Bitaxe Gamma
| Avalon Nano 3S | Bitaxe Gamma 601 | |
|---|---|---|
| Hashrate | 6 TH/s | 1,3 TH/s |
| Leistung | 140 W | ~15 bis 18 W |
| Effizienz | 23,3 J/TH | 12,7 J/TH |
| Strom / Jahr | 367,92 € | ~43 € |
| Firmware | proprietär | AxeOS, Open Source |
| Blockchance / Jahr | 1 zu 2.853 | 1 zu 13.171 |
| Zielgruppe | Plug-and-Play | Lernen, Basteln, Effizienz |
Nimm den Bitaxe Gamma, wenn du verstehen willst, wie Mining funktioniert, das Gerät neben deinem Bett steht oder dir niedrige laufende Kosten wichtiger sind als absolute Hashrate. Nimm den Avalon Nano 3S, wenn du die 4,6-fache Blockchance willst, ohne dich mit Firmware zu beschäftigen.
Avalon Nano 3S vs Nerdaxe Gaia
Die Nerdaxe Gaia ist der interessantere Gegenspieler, weil sie mit dem BM1373 einen deutlich neueren ASIC nutzt und damit die derzeit beste Effizienz im Feld erreicht.
| Avalon Nano 3S | Nerdaxe Gaia | |
|---|---|---|
| Hashrate | 6 TH/s | 2,6 TH/s |
| Leistung | 140 W | 25 W |
| Effizienz | 23,3 J/TH | 9,6 J/TH |
| Strom / Jahr | 367,92 € | 65,70 € |
| Firmware | proprietär | NerdOS (Ableger von AxeOS), Open Source |
Rechne über drei Jahre Dauerbetrieb bei 0,30 €/kWh: Der Nano 3S verbraucht Strom für rund 1.104 € bei 6 TH/s, zwei Gaia für rund 394 € bei 5,2 TH/s. Die Differenz von gut 700 € ist ein Vielfaches des Unterschieds im Kaufpreis. Bei annähernd gleicher Hashrate ist die offene Lösung über drei Jahre deutlich günstiger.
Das eigentliche Argument gegen den Nano 3S ist also die Stromrechnung; die Firmware kommt erst danach. Details zum Chip im Ratgeber Nerdaxe Gaia mit BM1373.
Avalon Nano 3S vs NerdQaxe++
| Avalon Nano 3S | NerdQaxe++ | |
|---|---|---|
| Hashrate | 6 TH/s | 4,8 TH/s |
| Leistung | 140 W | 80 W |
| Effizienz | 23,3 J/TH | 16,7 J/TH |
| Strom / Jahr | 367,92 € | 210,24 € |
| Firmware | proprietär | NerdOS (Ableger von AxeOS), Open Source |
| Blockchance / Jahr | 1 zu 2.853 | 1 zu 3.567 |
Der Nano 3S ist in der Anschaffung günstiger und liefert 25 Prozent mehr Hashrate. Der NerdQaxe++ spart dafür 158 € Strom pro Jahr, rund 13 € im Monat. Jede 50 € Preisunterschied sind damit nach knapp vier Monaten Dauerbetrieb aufgezehrt; danach wird der Avalon teurer.
Interessant wird es im Medium-Modus: Dort liefert der Nano 3S dieselben 4,8 TH/s wie der NerdQaxe++, braucht aber 104 statt 80 Watt. Der Abstand schrumpft auf 63 € im Jahr, und den Vorteil beim Kaufpreis behält der Avalon. Wer den Modus wechselt, holt sich einen guten Teil der Effizienzlücke zurück.
Open Source oder geschlossene Firmware: Macht das einen Unterschied?
Ja, aber vermutlich nicht dort, wo du es zuerst vermutest.
Was dir offene Firmware wie AxeOS gibt: Der Quellcode ist einsehbar, du siehst also, was das Gerät tut und wohin es Daten schickt. Du kannst Frequenz und Spannung selbst einstellen und den Betriebspunkt zwischen Effizienz und Leistung verschieben. Pools trägst du frei ein, Updates kommen aus der Community, und bei einem Defekt sind Schaltpläne dokumentiert. Verschwindet der Hersteller, läuft das Gerät weiter.
Was dir der Avalon gibt: ein fertiges Produkt. Die App führt durch die Einrichtung, die Modi sind aufeinander abgestimmt, das Netzteil passt. Du kannst weniger falsch machen, weil du weniger einstellen kannst.
Beides sind legitime Antworten auf verschiedene Fragen. Was du beim Avalon konkret aufgibst: die Feineinstellung, die bei offenen Geräten oft noch 10 bis 20 Prozent Effizienz herausholt, und die Möglichkeit, das Gerät in fünf Jahren mit neuer Firmware weiterzubetreiben. Hintergrund: Open-Source Bitcoin Miner.
Für wen lohnt sich der Avalon Nano 3S?
Kauf den Avalon Nano 3S, wenn …
- du viel Blockchance pro investiertem Euro willst und Effizienz zweitrangig ist
- du keine Lust auf Firmware, Tuning und Fehlersuche hast
- das Gerät ohnehin nur im Winter läuft und die Abwärme dann willkommen ist
- du günstigen oder eigenen Strom hast; bei Photovoltaik-Überschuss dreht sich die ganze Rechnung
- du ein Geschenk suchst, das ohne Anleitung funktioniert
Nimm lieber einen offenen Miner, wenn …
- das Gerät 24/7 an einem normalen Haushaltstarif hängt, denn dann entscheidet die Effizienz
- du im Schlafzimmer minst und jedes Dezibel zählt
- du verstehen und einstellen willst, was passiert
- du dir die Option offenhalten möchtest, das Gerät später umzubauen oder zu reparieren
- du mit kleinem Budget einsteigen willst
Unentschlossen? Die Seite Home-Mining geht die Grundfragen durch, von den Stromkosten je Gerät bis zur Aufstellung, und wer ohne eigene Hardware ausprobieren möchte, findet unter Miner kaufen oder mieten die Alternative.
Vorteile und Nachteile
Dafür
- 6 TH/s in einem Gehäuse von der Größe eines dicken Buches
- im Vergleichsfeld die meiste Hashrate je Euro
- drei Leistungsmodi, im Betrieb umschaltbar; Low ist sogar effizienter als High
- Netzteil mitgeliefert, kein Zubehörkauf nötig
- Einrichtung in unter zehn Minuten, auch ohne Vorwissen
- frei wählbarer Pool, Solo Mining möglich
- leise genug für Wohnräume
Dagegen
- 23,3 J/TH, also rund 2,4-mal so viel Energie je Terahash wie eine Nerdaxe Gaia
- rund 368 € Stromkosten im Jahr bei 0,30 €/kWh, mehr als der Kaufpreis
- geschlossene Firmware: Frequenz und Spannung lassen sich nicht einstellen, der Code ist nicht einsehbar
- Herstellerangaben teils widersprüchlich (29 J/T gegen 23,3 J/TH)
- vereinzelte Berichte über überhitzte USB-Steckverbindungen
Viel Hashrate fürs Geld, bezahlt mit der Stromrechnung
Der Avalon Nano 3S ist die richtige Wahl, wenn dir möglichst viel Hashrate in einem unkomplizierten Gerät wichtiger ist als die beste Effizienz und offene Software. Du bekommst im Vergleichsfeld die meiste Hashrate je Euro, und die Einrichtung schafft auch, wer noch nie einen Miner in der Hand hatte. Im Wohnzimmer fällt er nicht auf.
Der Preis dafür steht auf der Stromrechnung. Mit 23,3 J/TH gehört er zu den ineffizientesten Home-Minern seiner Generation, und bei Dauerbetrieb kostet dich das jedes Jahr mehr als das Gerät selbst. Wer rund um die Uhr mint und normalen Haushaltsstrom bezahlt, fährt mit einer Nerdaxe Gaia oder einem NerdQaxe++ über drei Jahre deutlich günstiger, auch wenn die Anschaffung mehr kostet.
Unser Rat: Läuft das Gerät nur zeitweise, im Winter oder an eigenem Solarstrom, ist der Nano 3S ein gutes Angebot. Läuft er rund um die Uhr am Netztarif, kauf Effizienz statt Hashrate. Und wenn du unsicher bist: Fahr ihn im Medium-Modus. 4,8 TH/s bei 104 Watt sind der vernünftigste Punkt auf seiner Kennlinie.
Häufige Fragen
Wie viel TH/s hat der Avalon Nano 3S?
Wie viel Strom verbraucht der Avalon Nano 3S?
Wie laut ist der Avalon Nano 3S?
Kann der Avalon Nano 3S Solo Mining?
Kann der Avalon Nano 3S einen Bitcoin-Block finden?
Lohnt sich der Avalon Nano 3S?
Avalon Nano 3S oder Bitaxe?
Avalon Nano 3S oder NerdQaxe++?
Ist der Avalon Nano 3S Open Source?
Welcher Chip steckt im Avalon Nano 3S?
Geschrieben von
Lukas Henning · Mining-Redakteur & Hardware-Experte
Lukas beschäftigt sich seit Jahren mit Bitcoin-Mining und betreibt mehrere Open-Source-Miner wie Bitaxe und NerdQaxe im eigenen Zuhause. Für Open Source Miners testet er Hardware, dokumentiert Setups und übersetzt Mining-Technik in verständliche Anleitungen: praxisnah, ehrlich und ohne Hype.
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